Dialog in Organisationen

Peter Senge misst dem Bohmschen Dialog in seiner Arbeit zu lernenden Organisationen eine zentrale Bedeutung für die Disziplin Team-Lernen bei. Indem im Dialog die Grenzen des individuellen Verstehens überschritten werden und die Teilnehmenden ihr eigenes Denken beobachten, ist es ihnen möglich, die Fülle an Erfahrung und des Denkens zu erforschen und über individuelle Meinungen hinauszukommen. (Vgl. Senge 2011, S. 262f.)

 

Damit Dialog möglich wird, müssen sich die Teilnehmenden als gleichberechtigte Kolleginnen und Kollegen wahrnehmen. Alle Beteiligten müssen den Dialog wirklich wollen und ihn gegenüber ihren Privilegien als vorrangig erachten. Senge stellte fest, dass es in Unternehmen viele Teams gibt, welche diese Anforderungen erfüllen, sofern alle wissen, was von ihnen erwartet wird. (Vgl. ebd., S. 267f.) In Ergänzung zum Dialog sind seiner Ansicht nach Diskussionen nötig, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen. Das Ziel des Dialogs ist nicht eine Einigung zu erreichen, sondern ein umfassendes Verständnis komplexer Fragestellungen zu fördern. (Vgl. ebd., S. 269f.)